Schadenbeispiele

„Diese zivilrechtlichen Management-Fallen
lauern auf Sie in jedem Unternehmen…“

Wenn sich Management-Entscheidungen im Nachhinein als falsch erweisen und dem Unternehmen daraus ein finanzieller Schaden entsteht, dann gilt …

  • Als Manager haften Sie persönlich.
  • Als Manager haften mit ihrem gesamten Privatvermögen.

 

Vorstände, Geschäftsführer und Aufsichtsräte von Kapitalgesellschaften haften per Gesetz und gängiger Rechtsprechung in hohem Maße für berufliches Fehlverhalten. Dies gilt insbesondere bei folgenden Tatbeständen:

  • Schuldhafte Falschbewertung von Marktchancen
  • Missachten von Eigentumsrechten Dritter
  • Überschreiten von Kompetenzen
  • Verstoß gegen Treue-, Auskunfts- oder Berichtspflichten

Kann man Ihnen die Verletzung von Sorgfaltspflichten aus Ihrem Anstellungsvertrag nachweisen, dann haften Sie als Manager persönlich und mit ihrem gesamten Privatvermögen für finanzielle Einbußen, die dem Unternehmen daraus entstehen.

Schadenbeispiel: Fehlinvestitionen
„Ein Geschäftsführer genießt nach 27 Jahren seinen wohl verdientem Ruhestand. Ohne Vorwarnung flattert ihm ein Jahr später die Klageschrift seines alten Arbeitgebers ins Haus.

Eine Revision habe aufgedeckt, dass der pensionierte Manager während seiner aktiven Amtszeit über Jahrzehnte für Schwerlast-Transporte der Maschinen deutlich über dem Marktniveau liegende Preise gezahlt habe. Außerdem sei während der Amtszeit des Managers ein neues EDV-System für die Verwaltung und die damit verbundenen Produktionshallen angeschafft worden, welches jedoch absolut nicht den Anforderungen entspräche. Immer wieder auftretende System-Ausfälle führten bis heute zu erheblichen Beeinträchtigungen. Darüber hinaus habe sich der Kauf eines kleineren Mitbewerbers in Tschechien als Fehlinvestition und dauerhafter Verlustposten in der Bilanz erwiesen. Man fordert Schadenersatz in Höhe von 1,25 Mio. EUR.

In der ersten Instanz unterliegt der Geschäftsführer und wird auf Zahlung verurteilt. Die Entlastung war ihm nach so langer Zeit mangels Beweisen nicht gelungen. Im Berufungsverfahren strebt er nun einen Vergleich an.

Die Kosten für die eigenen Anwälte, sowie die Kosten der Gegenseite und die Gerichtskosten belaufen sich auf 67.378 EUR. Aufgrund der Verurteilung in der ersten Instanz muss der Manager diese Kosten bezahlen.“

 

→  Lösung

Thomas Orthey

Thomas Orthey (50) - Autor, Berater, Dozent und Sachverständiger - ist seit 1989 als Versicherungsexperte in Deutschland tätig. Der studierte Versicherungsbetriebswirt publizierte in den letzten 17 Jahren mehr als 300 Fachartikel zu Entscheider-Themen für jeweils ca. 720.000 Leser im Wirtschafts-Ressort diverser Tageszeitungen und Fachmagazine. Seine Experten-Tipps wurden bislang über 70 Mio. Mal schwarz auf weiß gedruckt. Die Presse bezeichnet ihn als einen Mann "der für seine klaren Worte bekannt" ist. (Rhein-Zeitung)