Gerichtsklauseln

D&O-Policen schützen vor Manager vor finanziellen Haftungsansprüchen. In vielen D&O-Verträgen tickt jedoch eine Zeitbombe, ohne dass die betroffenen Manager etwas davon ahnen. Immer mehr Verträge enthalten so genannte „Gerichtsklauseln“ oder „Trennungsklauseln“.

Diese Klauseln regeln, dass der D&O-Versicherer nur dann zahlt, wenn das jeweilige Unternehmen gegen den verantwortlichen Manager gerichtlich vorgeht und diesen entlässt. Bei derartigen Verträgen bleibt die Firma gleichwohl geschützt, für den betroffenen Manager wird eine derartige Deckung jedoch leicht zum Bumerang.

Nicht erfahrene Wirtschaftsjuristen und Management-Experten raten Führungskräften daher immer zu einer eigenen, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen, Manager-Rechtsschutzversicherung. Letztlich garantiert nur die Kombination aus D&O und Top-Manager-Rechtsschutz ausreichenden Schutz der Existenz.

Thomas Orthey

Thomas Orthey (52) - Autor, Unternehmensberater, Dozent und Sachverständiger - ist seit 1989 als Versicherungsexperte in Deutschland tätig. Der studierte Versicherungsbetriebswirt publizierte in den letzten 20 Jahren mehr als 300 Fachartikel zu Entscheider-Themen für jeweils 720.000 Leser im Wirtschafts-Ressort diverser Tageszeitungen und Fachmagazine. Die Presse bezeichnet ihn als einen Mann "der für seine klaren Worte bekannt" ist. (Rhein-Zeitung)