Schadenbeispiele

Die häufigsten Brennpunkte
in jedem Manager-Anstellungsvertrag

In der Regel haben Geschäftsführer oder Vorstände einen Anstellungsvertrag. Hier werden die Details, d.h. die Rechte und Pflichten der Tätigkeit geregelt. Da die gesetzlichen Kündigungsschutz-Vorschriften keine Anwendung finden, kann man sich von einem „unbequemen“ Geschäftsführer oder Vorstand wesentlich leichter trennen als von einem Angestellten.

Folgende Gründe bieten regelmäßig Zündstoff für vertragliche Streitigkeiten:

  • Strafrechtliche Ermittlungen gegen den Manager
  • Vorwurf finanzieller Fehlentscheidungen
  • Nichtzahlung oder Kürzung von Bezügen
  • Streitigkeiten bezüglich Gewinnbeteiligungen, Abfindungen und Ruhegehältern
  • Vorwurf von Verstößen gegen Wettbewerbsverbote
  • Veränderung von Aufgabenbereichen entgegen dem Anstellungsvertrag

Diese kleine Auflistung beispielhafter Konflikt-Potenziale zeigt Ihnen womöglich bereits, wie eng die Bereiche Strafrecht, Vermögensschaden und Anstellungsvertrag miteinander verbunden sind. Ein Top-Manager-Rechtsschutz bietet Ihnen einen optimal abgestimmten Schutz für genau diese drei Risikobereiche eines Managers.

Schadenbeispiel: Umwelt
„Eine KINO-Kette, welche aus 10 im ganzen Bundesgebiet verteilten hochmodernen Filmpalästen besteht, floriert dank der Arbeit des Geschäftsführers gut und schreibt nach anfänglichen Schwierigkeiten nun erstmals schwarze Zahlen. Bei einer Steuerprüfung stolpert der Prüfer über die satten Spesenabrechnungen des Geschäftsführers. Mit dem Argument angeblicher Ungereimtheiten flattert dem verdutzten Manager die fristlose Kündigung ins Haus.

Der Geschäftsführer erhebt umgehend Klage gegen die ausgesprochene Kündigung seines Anstellungsvertrages. Sein Ziel ist die Rücknahme der Kündigung, sowie die Zahlung rückständiger Bezüge. Das zuständige Landgericht gibt der Klage in vollem Umfang statt. Die Gegenseite signalisiert jedoch, dass man bis zur höchsten Instanz gehen will. Angesichts des drohenden Kostenrisikos, stimmt Franz P. einem außergerichtlichen Vergleich zu.

Aufgrund des Vergleichs muss nun jede Partei ihre Kosten selbst tragen. Die Anwalts- und Gerichtskosten für den Manager belaufen sich auf 35.678 EUR – was in etwa der verhandelten Abfindung entspricht.“

 

Thomas Orthey

Thomas Orthey (50) - Autor, Berater, Dozent und Sachverständiger - ist seit 1989 als Versicherungsexperte in Deutschland tätig. Der studierte Versicherungsbetriebswirt publizierte in den letzten 17 Jahren mehr als 300 Fachartikel zu Entscheider-Themen für jeweils ca. 720.000 Leser im Wirtschafts-Ressort diverser Tageszeitungen und Fachmagazine. Seine Experten-Tipps wurden bislang über 70 Mio. Mal schwarz auf weiß gedruckt. Die Presse bezeichnet ihn als einen Mann "der für seine klaren Worte bekannt" ist. (Rhein-Zeitung)